Textarbeit II
(WAHLFACH)

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Lehrveranstaltungsinhalt:

Die Literaturwissenschaft bietet eine Vielzahl an unterschiedlichen Methoden um Texte zu analysieren. Es ist daher zentral zu erkennen, welche Methode die geeignetste und fruchtbarste ist um sich den jeweiligen Texten zu nähern und in welchem Kontext sie zu betrachten sind. Dem Titel des Kurses entsprechend, werden wir im Laufe des Semesters intensiv rezeptiv an und mit Texten arbeiten. Der Arbeitsplan umfasst dabei textimmanente und –externe Analyse, schlüssige Interpretation, (De)konstruktion, etc.

Ziel Lehrveranstaltung „Textarbeit“ ist es, die Studierenden an die (wissenschaftliche) Arbeit mit literarischen und argumentativen Texten heranzuführen und sie mit grundlegenden Analyse- und Interpretationswerkzeugen auszustatten. Hierzu werden Definitionskriterien zur Distinktion literarischer Texte von anderen Textsorten diskutiert und Literatur im Kontext andere gesellschaftlicher Diskurssysteme betrachtet. Die Kontextualisierung wird unter verschiedenen Blickwinkeln (historisch, sozial, philosophisch...) vorgenommen. Es wird eine Einführung in unterschiedliche literaturanalytische Konzepte vermittelt und diese Konzepte werden in weiterer Folge auf ausgewählte Texte der vornehmlich deutschsprachigen Literaturgeschichte angewandt.

Primärtexte

(1) Heinrich Heine: „Buch der Lieder“ und „Romanzero“ (1853/54)

(2) Robert Walser „Jakob von Gunten“ (1909)

(3) Ödön von Horváth „Jugend ohne Gott“ (1937)

(4) Heinrich Böll „Ansichten eine Clowns“ (1963)

(5) Thomas Bernhard „Heldenplatz“ (1976)

(6) Elfriede Jelinek „Was geschah nachdem Nora ihren Mann verlassen hatte oder: Stützen der Gesellschaft“ (1979) + Henrik Ibsen „Nora. Ein Puppenheim“ (1879)

(7) Kristian Kracht „Imperium“ (2012)

Als Roter Faden des Kurses dient das Motiv des Außenseiters/ der Außenseiterin, das sich in allen Werken der Literaturliste findet. Sei es Bölls Hans Schnier, als antikatholischer Antikapitalist, Horváth Lehrer, als antifaschistischer Humanist oder Jelineks Nora, als Repräsentation eines marxistisch feministischen Diskurses.

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